Burka trifft Karl

15 GK AKTUELL 2011

Freunde rassiger Marokkanerinnen dürfen gespannt sein, wie sich der Amtsantritt einer forschen
Muslima mit dem feinen Tuch ihrer phantasiebeflügelnden Burka im Bürgeramt der Stadt Frankfurt
entwickeln wird. Freilich wird ihr niemand unterstellen wollen, daß sie unter ihrem Gewand einen
Sprengstoffgürtel bereithält, der den Römer beunruhigen und ihre Pensionsansprüche gänzlich
beschneiden könnte. Schließlich ist Toleranz ein Markenzeichen dieser Stadt, wozu auch jedweder
Mummenschanz gehört. Man denke nur an die mit Patina vermummte Justitia mitten auf dem
Römerberg, die Maskeraden städtischer Ahnherren im spiegelglatten Kaisersaal und das Verhüllen
politischer Wahrheiten im Stadtparlament. Aber auch die umliegenden Kirchen sind mit Kapuzinern,
drapierten Pfaffen, Oberhirten, Bischöfen und Beichtstühlen ein beredtes Zeugnis hierfür.
Ebensowenig ist zu befürchten, daß diese Dame dem scheidenden Shootingstar Petra die Show
stehlen wird. Und falls es immer noch Zweifler gibt, sollte man wieder mal einen Karl ins Dorf
holen, um Klarheit zu schaffen. Den genialen Karl Lagerfeld nämlich, der der auffälligen Muslima
in die Falten greift und ihre Burka kunstvoll zum Minirock kürzt.

GK 31.01.2011