Gerd Kehrer zeichnet, malt und gestaltet zumeist in Zyklen, gegenständlich und abstrakt. Der Wechsel seiner Malweisen, die Vielfalt seiner Themen sowie ein vielseitiger technischer Fundus sind ebenso Kennzeichen seiner Arbeit, wie die Freude am Experiment. Dadurch entstehen Werkgruppen, die völlig gegensätzlich sein können und mit denen er sich ganz bewußt einer Einordnung entzieht. Einen Stil zu pflegen erscheint ihm ebenso suspekt wie Theorien über Kunst.
Zu seinen künstlerischen Techniken gehören Zeichnung, (Druck-)Grafik, Aquarell-, Gouache-, Acryl-, Ölmalerei, Mischtechnik, Collagen, Objekte.
„Bilder und ihre individuelle Betrachtung wandeln sich ständig, so wie das Leben oder der Kosmos. Ein Bild und seine Definitionen können deshalb niemals eindeutig und endgültig sein. Sie lassen immer Fragen offen, bleiben fragmentarisch und freilich auch umstritten. Dies gehört zum Wesen und zur Faszination eines Kunstwerks und ist ebenso unabhängig von seinem Marktwert. Deshalb sind Erklärungen und Ideologien über Bilder so töricht wie der Versuch, Wasser mit einem Sieb zu schöpfen.“
Gerd Kehrer 1996